Lerntherapie bei Legasthenie/LRS
Zertifizierte Hilfe bei Lese-Rechtschreibschwäche
Bestehen beim Erlernen des Lesens und/oder Rechtschreibens massive und lang andauernde Schwierigkeiten, spricht man von einer Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS). Häufig gebraucht wird auch der aus dem Griechischen stammende Begriff Legasthenie (übers.: Leseschwäche).

Fehlende Grundlagen
Bereits zu Beginn der Schulzeit können Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten auftreten und sich in allen Fächern langfristig negativ auf den Schulerfolg auswirken.
Oftmals treten bei betroffenen Kindern auch psychologische Sekundärfolgen auf: Versagensängste, ein geringes Selbstwertgefühl, Schulunlust bis hin zur Schulverweigerung.
Betroffene brauchen daher eine fachkundige und auf ihre individuellen Lernmöglichkeiten ausgerichtete Hilfe, um zu den notwendigen Einsichten und Fähigkeiten zu gelangen.

Anzeichen LRS
Bereits zu Beginn der Schulzeit haben betroffene Kinder meist große Schwierigkeiten, einfache Wortreime zu bilden, Buchstaben richtig zu benennen, Laute korrekt zu analysieren und zu unterscheiden.
Meist lassen sie beim Lesen oder Schreiben Buchstaben oder Wortteile aus, fügen welche hinzu oder vertauschen deren Reihenfolge. Oft werden Wörter in verschiedenen Varianten geschrieben, da Regelwissen fehlt.
Beim Lesen fällt Betroffenen das Zusammenziehen von Lauten zu Wörtern schwer, sie können lange Wörter nicht sinnvoll gliedern, Lesetempo und Textverständnis sind eingeschränkt.

Beratung
Auf Wunsch bieten wir ein ca. 30-minütiges individuelles Beratungsgespräch an. Dies gibt Ihnen als Eltern die Möglichkeit, die Probleme Ihres Kindes sowie die häusliche und schulische Ausgangssituation zu schildern.
Wir informieren Sie über unser Vorgehen in der Diagnose und der integrativen Lerntherapie am Lernzentrum Coburg.
Zu diesem Termin können Sie als Eltern allein oder gemeinsam mit Ihrem Kind kommen. Auch die Teilnahme der Lehrerin/ des Lehrers Ihres Kindes ist möglich. Neben den bisherigen Zeugnissen Ihres Kindes sind auch aktuelle Hefteinträge und Proben für die Beratung hilfreich.

Diagnostik
Grundvoraussetzung für eine zielgerichtete und effektive Förderung ist eine sorgfältige Diagnostik.
Deswegen wenden wir wissenschaftlich anerkannte Testverfahren als Grundstein für die Erstellung des individuellen Therapieplans an.
Sie beinhalten neben einer fachlich fundierten Feststellung der Lernausgangslage gezielte Fehleranalysen von Lese- und Schreibproben sowie die Erfassung von Stärken und Schwächen in verschiedenen Wahrnehmungs- und Verarbeitungsbereichen. Arbeitsproben und Befunde von externen Fachstellen (z. B. Psychologische Beratungsstellen, Sozialpädiatrische Zentren) runden die Diagnostik ab.

Therapie
Auf der Grundlage des individuellen und ständig an den Therapieverlauf angepassten Therapieplans beziehen unsere zertifizierten Lerntherapeuten neben fachdidaktisch fundierten Hilfestellungen Elemente aus verschiedenen wissenschaftlich abgesicherten Trainingsverfahren in die Arbeit ein. Therapeutisch bewährte Lernmaterialien, die systematisch und stufenweise den Aufbau des Lese- und Schriftspracherwerbs unterstützen, gewährleisten eine Förderung auf der jeweiligen Entwicklungsstufe des Kindes/ Jugendlichen.
So verzeichnen die Betroffenen von Anfang an Erfolgserlebnisse, Selbstwertgefühl und Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickeln sich positiv.
Unter bestimmten Voraussetzungen besteht die Möglichkeit der Kostenübernahme für eine Lerntherapie. Nähere Informationen hierzu gibt es beim örtlichen Jugendamt.
